SHC - GCZ --- 2:3
Nach dem Erfolg unter der Woche gegen LSC, nahm die Mannschaft ihr letztes Spiel vor dem Europacup in Rom in Angriff. Es sollte nicht nur ein wichtiges Spiel für die Punkte und Klassierung in der Meisterschaft sein, sondern auch ein letzter Test vor dem europäischen Turnier. So begann dieser Spieltag um 6:15 als der Grossteil der Mannschaft in den Zug Richtung Genf einstieg und die lange Fahrt zum Nachholen verpasster Schlafstunden nutzte.
Pünktlich um 11:00 wurde das Duell zwischen Servette und GC angepfiffen. Bereits nach wenigen Sekunden zeigte sich die Mannschaft im Vorwärtsdrang und konnte erste Torgefahr im Genfer Schusskreis wecken. Dieser Drang blieb bestehen und die Mannschaft lancierte im ersten Viertel viele gefährliche Konter auf das Genfer Tor, doch blieb ohne Erfolg. Zum Ende des ersten Viertels gab es dann die erste grössere Unstimmigkeit zwischen der Mannschaft und dem Schiedsrichter-Duo, da eine kurze Ecke, auf unseren Uhren nach abgelaufener Zeit, gegeben wurde. Servette verwandelt die Ecke souverän und wir gehen mit einem Dämpfer in die erste Pause.
Doch die Mannschaft war von sich und dem ersten Viertel überzeugt, sie hatte offensives und kontrolliertes Hockey gespielt. Mit dieser positiven Einstellung starteten wir genau so überzeugt und mit Vorwärtsdrang ins nächste Viertel. Es folgten eine Ansammlung an kurzen Ecken für uns, mit denen wir die Genfer Eckenabwehr abtasteten. Nach einer weiteren Wiederholungsecke, gelang der Ball auf Umwegen zu Oliver Haberthür am langen Pfosten, der sich über die Vorhand ausdrehte und die Grasshopper zum ersten Mal aufjubeln liess. Der Druck der Zürcher blieb bestehen und nahm sogar zu. Nach wenigen Minuten stand die nächste kurze Ecke an. Constantin Scheuer nahm Anlauf und donnerte per Schlenzer den Ball zwischen die Beine des Genfer Torhüters. Das Spiel war gedreht und entsprach nun auch mehr dem Spielverlauf.
Dennoch wussten wir, dass ein Gegner mit dieser Qualität nie ganz ausgeschaltet war, egal wie das Spiel bisher verlief. Die Genfer rafften sich ein wenig zusammen und begannen vermehrt auch Gefahr in Richtung unseres Keepers zu bringen. Die Angriffe wurden mit einer kurzen Ecke belohnt und die Genfer Effizienz zeigte sich wieder von der besten Seite. Ein flach gezogener Ball, auf einen hechtenden Genfer, der den Ball nicht nur ins Netz, sondern auch ins GC-Herz stach. Mit diesem 2:2 ging es in die Pause und die Gedanken aus der vorherigen Pause wiederholten sich.
Ein gutes Spiel, doch die Belohnung blieb noch aus. Doch das schmälerte weder unseren Einsatz noch unser Vertrauen ineinander. Mit breiter Brust stiegen wir wieder auf die Platte und setzten unsere Jagd fort. Es folgten Angriffe um Angriffe und die Genfer Verteidigung wurde auf Herz und Nieren geprüft. Darunter befanden sich Grosschancen, vermeintliche 7-Meter und kurze Ecken. Dennoch brauchte es eine klasse Aktion von unserem Innenverteidiger Pascal Gremlich, der plötzlich auf der rechten Seite des letzten Viertels eindrang und den Ball auf den langen Pfosten spielte, wo kein anderer als ehemaliger Servette Spieler Louis Thijs mit der Rückhand das Netz zappeln liess.
Es lief bereits das letzte Viertel und GC hatte jegliche Versuche der Genfer zunichte gemacht. Es war bereits die letzte Spielminute angelaufen, als der sicher geglaubte Sieg doch noch ins wanken geriet. Ein fast schon hoffnungsloser Schlag aus der Servette Hälfte wurde durch die GC-Pinball Maschinerie nochmal heiss gemacht und dem Genfer Stürmer vorgelegt. Dieser wird dann durch unseren Verteidiger mit einem Tackling gestoppt, an dem sich die Geister scheiden. Die Defensivaktion wurde vom nahestenden Schiedsrichter als in Ordnung gewertet und das Spiel lief weiter. Nach einem weiteren Unterbruch meldet sich die zweite Unparteiische und ruft die Diskussion um die Situation ins Leben. Es folgt eine Entscheidung, die bei den Herren in blauweiss auf äusserst wenig Verständnis stösst: Es gibt einen Siebenmeter für Servette.
Philip Nitsch, der Hüter unseres Tors und fragilen Herzen ist gefordert und der Sieg liegt in seinen Händen. Genau diese Hände ragen blitzartig hoch und pflücken den Ball aus dem rechten Winkel. Es bleibt beim 2:3 und wir fahren einen wichtigen Auswärtssieg nach Hause.
Rom kann nicht früh genug kommen!
Torschützen: Oliver Haberthür, Constantin Scheuer, Louis Thjis
Staff: Franco Romani, Fabio Landtwing, Artur von Ruffer
Team: Philip Nitsch, Fabian Steiner, Roman Richner, Pascal Gremlich, Constantin Scheuer, Hugo Vermeeren, Clement Thijs, Louis Thijs, Timon Unger, Craig Turner, Oliver Haberthür, Ben Eddy, Mischa Gubser, Lucas Harte, Imanuel Poulastrou,

