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23.08.2019

UNIHOCKEY | GC YOUNGSTERS AN DEN PRAGUE GAMES

Rund 340 Unihockey-Youngsters in 20 Teams, darunter auch etliche von GC Unihockey, nahmen mit „Zurich United“, zusammen mit 53 weiteren Teams aus der Schweiz, an der 4. Austragung des weltgrössten Unihockey-Nachwuchsturniers, den „Prague Games“ teil. Mit dem Team Geko in der Kategorie B-13 wurde erstmals ein Schweizer Team Turniersieger. Insgesamt überzeugten die Schweizer durch gute Leistungen, wobei sich auch die „Wildcats Girls“ in der G-12- und die Lions-Boys in der B-16-Kategorie mit dem Gewinn der Bronzemedaille besonders in den Vordergrund spielten. Ausserdem gewann UVSGA B-15 im sogenannten B-Tableau das Finalspiel.

An der 16. Austragung der „Prague Games“ haben sich 409 Teams aus 14 Ländern mit Gleichaltrigen in verschiedenen Boys- und Girls-Kategorien gemessen. Aus dem Kanton Zürich waren während dieser Turnierwoche 13 Knaben- und 7 Mädchenteams, insgesamt 340 Youngsters (betreut von 56 Coachs, Betreuerinnen und Betreuern) in Prag, sie traten unter dem Namen „Zurich United“ an, ein Verein, der nur für die Prague Games zuständig ist. Die meisten Akteure gehören einem Unihockey-Verein an, die Teilnahme steht aber auch vereinslosen Kids offen. Das Interesse, an diesem Event teilzunehmen, ist allerdings so gross, dass es in diesem Jahr für mehr als ein Dutzend Youngsters keinen Platz gab. Der Verantwortliche von „Zurich United“, GC Teamchef René Dürler bedauert dies, aber: „Wir reisten heuer mit fast doppelt so vielen Teams an, was vor allem bezüglich Verfügbarkeit der Hotels problematisch ist. Die Anzahl der zu buchenden Zimmer ist begrenzt, und weil wir die SpielerInnen nicht auf mehrere Hotels verteilen wollten, musste der „Schnitt“ gemacht werden.“ Zu den weiteren Aufgaben des Vereins Zurich United gehören die Zusammenstellung der Teams, der sichere Transport nach Prag und zurück, die Bereitstellung von Tenüs und Verpflegung, die Vereinbarung von Trainings und Testspielen im Vorfeld in der Schweiz, aber auch in Prag, die medizinische Betreuung und vieles mehr. desi-.

Unter den Teilnehmern war auch der 16jährige Gymnasiast Claudio Blaser, der in der U16 der Grasshopper das Tor hütet. Er fasst seine Eindrücke und die sportlichen Leistungen seines Teams zusammen:

„Die Prague Games sind ein Abenteuer für Klein und Gross. Ich durfte dieses Jahr bereits zum zweiten Mal teilnehmen und eine tolle Zeit mit alten, aber auch neuen Freunden verbringen. Man spielt gegen Gegner verschiedenster Nationen, eine Herausforderung und ein Lernprozess zugleich.

Die Prague Games starteten für „Zurich United“ am Montagmorgen am Flughafen Zürich-Kloten. 20 Teams, bestehend aus 12- bis 18-jährigen Mädchen und Jungen traten in Cars die Reise in die tschechische Hauptstadt an, wo sie nach rund 11 Stunden angekommen sind und jeweils in Dreiergruppen die Hotelzimmer im „Olympic“ bezogen. Am nächsten Tag standen für mein Team Training und ein Testspiel als Vorbereitung auf die am Mittwoch beginnenden Gruppenspiele auf dem Programm. In der ersten Begegnung erzielten wir gegen die „Torpedos“, ein Team aus Tschechien, ein 5:5-Remis, bevor wir abends gegen ein finnisches Team mit 0:3 den Kürzeren zogen. Diese Niederlage steckten wir aber weg und bereiteten uns seriös auf das letzte Gruppenspiel vor. Der Erfolg stellte sich dann ein: Nach einer guten Gesamtleistung behielten wir gegen eine Mannschaft aus der Ukraine mit 13:0 die Oberhand. Dank dieses Sieges konnten wir gegen die „Baracudas“ aus Russland das Entscheidungsspiel um einen Platz in der Gruppe A bestreiten.

In der Pause zwischen dien Spielen konnten wir uns ausruhen und neue Kraft tanken, welche wir auch definitiv brauchten: Das russische Team bestand aus nur neun Spielern, forderte uns aber dennoch, und wir lagen bereits nach fünf Minuten 0:2 im Rückstand. Dank guter Moral konnten wir aber dem Druck standhalten und unsererseits das Angriffsspiel forcieren. Die Aufholjagd zum zwischenzeitlichen 3:3 ging aber an die Substanz, eine gewisse Müdigkeit machte sich bei uns breit, während der Gegner uns weiterhin mit starken, präzisen Schüsse eindeckte. Am Ende hiess es 8:3 für die Russen, die damit in die Gruppe A aufstiegen und für uns ging’s in der Gruppe B weiter.

Beim abendlichen gemeinsamen Essen verflog die Enttäuschung vom Nachmittag sehr rasch. Wir begaben uns dann anschliessend zügig aufs Zimmer, um für die kommenden Spiele bestens vorbereitet zu sein. Am Freitagmorgen stand uns eine Mannschaft aus Schweden gegenüber. Wir waren motiviert und zuversichtlich. Diese Einstellung zahlte sich aus. Vor dem Spiel sagten wir uns, dass wir alle alles geben werden, auch, weil mein Goalie-Kollege Alain mit starken Kopfschmerzen leider im Hotel bleiben mussten. Wir wollten den Sieg unter anderem auch unbedingt für ihn holen. Es gelang uns das Spiel zu dominieren und vier zu null zu gewinnen. Für das abendliche Viertelfinale gegen ein slowakisches Team reichte dann der grosse Wille und unser Kämpferherz nicht mehr, um uns für das Halbfinale zu qualifizieren. Die Stimmung war aber alles andere als düster, weil wir überzeugt waren, unsere Möglichkeiten in die Waagschale geworfen zu haben. So stimmten wir ein letztes Mal unseren Schlachtruf an, bevor wir essen gingen und in der Nacht von Samstag auf Sonntag müde und abgekämpft im Car nach Hause gebracht wurden, mit bleibenden Erinnerungen und wertvollen Erfahrungen im Gepäck.“

(Von: Eugen Desiderato)